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21 | August | 2013

Istanbul - 1001 Nacht am Bosporus!

Autor: Setterlotte

Türkei wir kommen! Für ein verlängertes Wochenende brachen mein Mann und ich diesen Sommer voller Vorfreude und Neugierde gen Orient auf. Angekommen bei schönstem Sonnenschein am Flughafen Atatürk im europäischen Istanbul ließen wir uns zunächst von einem Taxifahrer in unser Hotel im Stadtzentrum bringen. Schon die Fahrt entlang am Marmarameer steigerte unsere Freude auf die bevorstehenden Tage.

Brennweite: 70 mmBlende: 8Zeit: 1/2000 secISO: 400Objektiv/Kamera: SIGMA EX 24-70 mm, 2,8 DG HSM

Brennweite: 34 mmBlende: 9Zeit: 1/320 secISO: 100Objektiv/Kamera: SIGMA EX 24-70 mm, 2,8 DG HSM

Unser Hotel befand sich im Stadtteil Fatih, nahe der Hagia Sophia und Istanbuls größter Moschee, der Sultan-Ahmed-Moschee besser bekannt als Blaue Moschee. Also ein prima Ausgangsort für unsere Stadterkundungen. Zu Fuß machten wir uns auf den Weg zur Hagia Sophia – einst erbaut als Kirche, dann umfunktioniert zur Moschee und heutiges Museum. Beeindruckt von der riesigen Kuppel legten wir erst einmal eine Pause ein, um die Eindrücke zu verdauen. Unweit der Hagia Sophia wartete schon die Blaue Moschee auf uns. Sultan Ahmet ließ sich beim Bau nicht lumpen – 30 kleine Kumpeln im Moscheegarten und sechs Minarette begrüßen Besucher auf den Weg zu Istanbuls Hauptmoschee. Als wir dann die Moschee betraten wurde uns auch klar, wieso sie Blaue Moschee genannt wird: abertausende blaue Fliesen tauchen das Gotteshaus in ein mystisches Licht und zaubern ein unwirkliches Ambiente.

Brennweite: 55 mmBlende: 4Zeit: 1/125 secISO: 800Objektiv/Kamera: SIGMA EX 24-70 mm, 2,8 DG HSM

So viel Kultur macht hungrig! Aber nicht auf Döner oder Falafel, das können wir schließlich 24/7 zu Hause haben. Wie wir so bei Simit, ein ringförmiges Hefeteiggebäck mit Sesam-Körnern, und Schwarztee in einem Bistro am Straßenrand sitzen und das Treiben beobachten, fällt uns eine Menschentraube auf. Neugierig gesellten wir uns zu der Gruppe. Grund für die Ansammlung ist ein Eisverkäufer, der mit dem traditionellen Maraş Dondurması Eis eine sehr unterhaltsame Show darlegte, indem er die zähe Masse um einen langen Stab drehte und schleuderte. Ein Junge vor uns bestellte eine \\\"Kugel\\\" und bekam vom Verkäufer lediglich die Waffel in die Hand. Und dann ging das Spektakel los: der Eishändler führte den Jungen regelrecht an der Nase herum, drückte das Eis auf die Waffel und drehte den Stab, so dass der Junge immer wieder ins Leere griff. Sehr zur Belustigung aller Herumstehenden. Auch wir gönnten uns ein Eis, Touristen zahlen gerne Mal das Doppelte, und bummelten dann zurück zu unserem Hotel.

Brennweite: 39 mmBlende: 8Zeit: 1/400 secISO: 320Objektiv/Kamera: SIGMA EX 24-70 mm, 2,8 DG HSM

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück mit der Straßenbahn direkt zum großen Basar Kapalı Çarşı. Vom Hausherrn unseres Hotels wussten wir, dass der 31.000 m² große Basar leicht einen ganzen Tag füllen kann. Als alte Glitzerelster und Kitschfan wurde ich von den funkelnden Ständen nur so angezogen. Von gefälschten Louis Vuitton Taschen und Rolex über orientalischen Schmuck und Geschmeide gibt es hier tatsächlich alles was das Herz begehrt. Natürlich konnte ich nicht wiederstehen und so landete nach reichlich Feilschen eine Sonnenbrille und einige Ringe und Ketten in meiner Tasche. Für Freunde und Familie haben wir noch eine Handvoll verschiedenster Gewürze gekauft. Die Auswahl war gigantisch! Auch an den Ständen mit Trockenfrüchten und Gebäck kamen wir nicht vorbei, ohne von jedem etwas zu probieren und mitzunehmen. So beeindruckend der Basar war, so ramschig und überfüllt war er auch.

Wer authentische Basarluft von vor 550 Jahren schnuppern will, muss tiefer in das Innere drängen, wo in verborgenen Winkeln hier und da noch Händler bei einem Glas Schwarztee eine Runde Backgammon spielen.

Brennweite: 24 mmBlende: 8Zeit: 1/800 secISO: 1600Objektiv/Kamera: SIGMA EX 24-70 mm, 2,8 DG HSM

Gen Nachmittag wurde es uns dann auch zu voll und heiß und wir nahmen die Bahn bis zum legendären Bahnhof Sikreci, welcher unter anderem Berühmtheit durch Agatha Christies Roman "Mord im Orientexpress" erlangte. Bis 2009 fuhr hier eine abgespeckte Version des Orient-Express\' ab, nach Ende des Zweiten Weltkrieg wurde auch der Betrieb des originalen Express eingestellt. Heute erinnert noch ein kleines Museum an die glanzvollen Zeiten, welches wir allerdings nicht besucht haben. Stattdessen hüpften wir wieder in die Metro und fuhren bis zum Taksim-Platz. Der Taksim-Platz schläft nie, sagen Einheimische. Das können wir genau so unterschreiben. Mit einer Tüte Esskastanien bewaffnet beobachteten wir Menschen, Tiere und Verkehr. Wieder gestärkt bewegten wir uns wieder Richtung Wasser und Galataturm, von welchem aus wir den Sonnenuntergang genossen. Eine Millionenmetropole lag uns zu Füßen!

Am dritten Tag wollten wir endlich ins asiatische Istanbul. Laut Hotellier ist dieser weniger touristisch und daher nicht so ganz überfüllt. Er empfahl uns mit einem kleinen Boot überzusetzen und nach Kaliköy zu gehen. So sahen wir die Stadt auch noch einmal komplett vom Wasser aus. Kaliköy hat einen schönen Hafen mit vielen Bars, Restaurants und Boutiquen. Nach zwei Tagen Extrem-Sightseeing kam uns das ganz recht. Den Rückweg bestritten wir ebenfalls mit einer kleinen Fähre.

Wir hätten noch mindestens eine Woche bleiben können, so viel gibt es zu sehen und zu erkunden. Der permanente Trubel hat uns allerdings ganz schön zu schaffen gemacht. So viele Eindrücke wirkten auf uns ein, die wir gar nicht auf einmal verarbeiten konnten.

Dennoch: Istanbul, wir werden wiederkommen!

Istanbul, Türkei, Bosporus, Basar